Salzburger Sportwelt

Salzburger Sportwelt
5532
Filzmoos
Salzburg

47.4347177, 13.5218317

Pisten
Pisten von 900 bis 2.188 Meter Seehöhe
Gesamt 250 km / Leicht 101 km / Mittel 134 km / Schwer 15 km
Information
Tiefschnee: Zauchensee Gamskogel Ostabfahrt. Skitourenweg: Wagrain, Flachauwinkl und Eben. Skirouten: Eben, Flachauwinkl, Zauchensee.
Toptipp
11.01.2022: Skiweltcup Damen-Slalom in Flachau, 15.01 + 16.01.2022: in Zauchensee (Speed)
22.01 - 29.01.2022: Internationale Ballonwoche in Filzmoos
Lifte
90 Lifte
Stundenkapazität 124.048 Personen
Skigebiete
Salzburger Sportwelt: Radstadt/Altenmarkt, Eben, Filzmoos. bzw. Snow Space Salzburg (Flachau, St. Johann, Wagrain, Zauchensee-Flachauwinkl-Kleinarl)
Tourismusbüro
Salzburger Sportwelt Amadé
Hauptstraße 159, 5542 Flachau
Tel.: +43 (0) 64 57 / 29 29
Auskunftstelefon
Snow Space Salzburg, Tel.: +43 (0) 59 221
Altenmarkt-Zauchensee & Radstadt, Tel.: +43 (0)64 52 / 40 00
Filzmoos, Tel.: +43 (0) 64 53 / 82 42-0
Eben, Tel.: +43 / (0) 64 58 / 81 94
Besonderheiten
5 Funparks, darunter Betterpark St. Johann, Absolut Park Flachauwinkl-Kleinarl, Snowpark Eben. Easy Park Zauchensee extra (am Übungslift). 16 Rodelbahnen mit insgesamt 53 km, die längste in Radstadt, Kinderberge Wagraini und Geisterberg. Skibusnetz 241 km! NEU: 12 Peaks Trophy, Genuss-Ski-Routen „Die süße Versuchung“, Auf den Spuren der Einheimischen.
Preise
Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 61,- / 46,- / 30,50 (Filzmoos 52,- / 40,50 / 26,50)
6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 299,- / 224,- / 149,50
Gültig im gesamten Skigebiet Ski amadé
Familienbonus: Skipass für das 3. und alle weiteren Kinder kostenlos. Junior-Weekend-Discount -35 % für Kinder (Jg. 2006-2015), Jugendliche (Jg. 2003-2005). Jungfamilienkarte: Familien mit einem nicht skifahrenden Kleinkind wahlweise von einem Elternteil zu nutzen. Osterfamilienaktion ab 19.03.2022. Kinder-Schmankerlbonus (Hüttenessen).
Loipen
Gesamt 335 km, Classic 174 km, Skating 161 km (Großregion Ski amadé)
Skigebiet

Salzburger Sportwelt
200 Pistenkilometer am Stück

Überspannt werden hier nur Täler, die Skifahrer sind dadurch im Gegenteil äußerst entspannt – oder auch gespannt, was der Tag noch an Pisten bringen könnte. Innerhalb des länderübergreifenden Marketingverbundes Ski amadé verknüpft die Salzburger Sportwelt allein vier Täler. Zurückhaltend gerechnet. Man schwebt dabei über die Tauernautobahn und mehrere Bundesstraßen. Trotz Lockdown und schwierigen Perspektiven hat man im Snow Space Salzburg, Teil der Salzburger Sportwelt, abermals kräftig investiert. Die neue Flying Mozart Bahn bewältigt die 970 Höhenmeter auf das Grießenkareck in weniger als 11 Minuten. Bei einer Beförderungskapazität von 4.000 Gäste pro Stunde sollte es mit dem Gedränge vorbei sein. Gemeinsam mit der bereits zu Weihnachten 2020 eröffneten Panorama-Gondelverbindung vom Grießenkareck nach Kleinarl-Flachauwinkl, können Skifahrer mit den beiden neuen Bahnen über Flachauwinkl nun sogar höchst komfortabel bis Zauchensee gelangen. Damit ist Snow Space Salzburg eine der größten vollständig mit Liften verbundenen Regionen Europas. Die Bahnen ermöglichen die „12 Peaks Trophy“, das sind 91,5 Pistenkilometer und 10.000 Höhenmeter, die in einer Runde bewältigt werden können. Nun sind ohne Bustransfer über 200 Pistenkilometer an einem Skitag zu schaffen. Sofern man's schafft. Dabei ist die letzte große „Luftbrücke“ erst wenige Jahre alt. Mit dem G-Link bei Wagrain ist über das Kleinarlertal hinweg die Mittelstation der „Flying Mozart“ mit der Mittelstation der Grafeneck- Express-Lifte verbunden.

Den Überblick über die gesamte Skiwelt zu wahren, ist gar nicht einfach. Am leichtesten fassbar ist die Vier-Täler-Schaukel, orientiert man sich an der Ost-West-Achse. Realistisch betrachtet, ist das zwar unnötig, denn gewöhnlich nimmt man an einem Ort Quartier und genießt einfach die Pisten. Die Lieblingspiste vielleicht öfters. Innerhalb eines Tages die komplette Salzburger Sportwelt in eine Richtung zu durchschaukeln ist technisch möglich, artet aber in eklatanten Stress aus. Das ist nicht der Sinn eines derartigen Großverbunds, sondern er besteht darin, im Rahmen eines Urlaubs abwechslungsreich je nach Lust und Laune einzelne Gipfel zu befahren. Wie eine Spinne im Netz logiert man etwa in Flachau oder Zauchensee.

In Hermann Maiers Heimat Flachau ist der Weltcupstar auch ein Jahrzehnt nach seinem Karriereende omnipräsent. Neu wurde nun sogar eine Hermann-Maier-Tour ins Leben gerufen, die zu seinen Lieblingsplätzen im Skigebiet führt. Dass die Hermann-Maier-FIS-Weltcupstrecke (mit Fotostart) hinunter nach Flachau dazuzählt, versteht sich von selbst. Auf den Spuren des Flachauer Skistars Hermann Maier führen Wegweiser durch das Skigebiet, vorbei an den schönsten Plätzen, den größten Highlights und den besten Panoramablicken. In Flachau selbst ist der Start mit den Panoramakabinen des Achter Jet besonders komfortabel. Damit der Umstieg von der Luxuskarosse auf die Piste nicht zu dramatisch ausfällt, verfügt die Gondel über Lederpolsterung und Sitzheizung.

Starten wir in Filzmoos, wie eingangs versprochen, dem östlichsten Punkt. Auch in diesem familiären „Außenposten“ wurde mitten in der Pandemie ausgebaut. Die „Mooslehenbahn“ auf der Sonnenseite des Tales wurde durch einen modernen 6er-Sessellift ersetzt. Ausgestattet mit kindersicheren Bügeln und Wetterschutzhaube. Erst von der Bergstation der Papagenobahn auf knapp 1.600 Metern – und damit schon der höchste Punkt des Filzmooser Gebiets – lässt sich die Weite der restlichen Sportwelt erahnen. Etwa für denjenigen, der auf der Höhenloipe seine 12-Kilometer Runde zieht.

Zauchensee bildet dazu das Kontrastprogramm: hochalpin, kantig, turbulent. Hier tobt das pralle Pistenleben, während es unten in den durch eine kleine Skischaukel verbundenen Talorten Radstadt und Altenmarkt vergleichsweise kleinstädtisch zugeht. Doch das hochgelegene Zauchensee wird kontinuierlich skitechnisch aufgerüstet. Unverändert sind die hohe Schneesicherheit, denn das höchstgelegene Skigebiet der Region ist als „Schneeloch“ bekannt, was sich speziell Off-Piste optimal nützen lässt. Dafür ist die schattige Kälberlochpiste meist knochenhart. Selbst wenn man sich im Tempo besser nicht an Mikaela Shiffrin oder Nici Schmidhofer orientiert.

Vom Gamskogel wählen wir knapp neben der Abfahrt 9 eine perfekte Skiroute, die genug Platz für Experimente lässt, aber auch Tiefschneeneulinge nicht abschüttelt. Sie führt, wie fast alle Touren, wieder direkt ins Hoteldorf. Die einzige Abfahrt, die nicht in Zauchensee endet, setzt die Skischaukel vom Rosskopf nach Flachauwinkl fort. Ein toller Hang! Das Treiben darauf ist von der Tauernautobahn aus immer gut einzusehen. Ideal für Urlauber sind die um ein neues Haus von Ex-Weltmeister Michael Walchhofer erweiterten Ski-in-Ski-out- Hotels von Zauchensee. Wer sein Basislager lieber in Tallage aufschlagen will, bleibt in Altenmarkt. Mit der 10er-Kabinenbahn Hochbifang sind gemütlich- familienfreundliche Hänge, ein kleiner Funpark samt Zeitmessstrecke und natürlich die Hütten von Altenmarkt-Radstadt erreichbar. Vom Hochbifang schlängelt sich auch die längste beleuchtete Rodelbahn ins Tal, wo an Schlechtwettertagen zusätzlich die „Therme Amadé“ lockt.

Flachauwinkl, nach der Talfahrt von Zauchensee direkt über der Autobahn gelegen, wirkte auf den ersten Blick bis diesen Winter ein wenig als „Sackgasse“. Dabei war die Skischaukel über den Mooskopf nach Kleinarl schon immer ein Genuss. Ein weites, offenes Terrain, in dem absolut Höhenflüge angesagt sind. Konkret ist es der Absolut Park, der vor allem die Jugend in den Bann zieht. Schon vor 20 Jahren hat hier das Snowpark-Leben begonnen. Meist startet man Anfang Dezember, aber wenn der Schnee passt, dann sind die ersten Lines schon an einigen November-Wochenenden intakt.
Seit 2006 ist das Chillhaus zentraler Kulminationspunkt des Rider-Treibens. Ein „Schutzhaus“ der anderen Art. Mit einer Ramp und Boulderanlage, bestens frequentiert, wenn das Wetter nicht mitspielt. Ohne Konsumationszwang, aber mit Kalt- und Heißwasserspender, der ebenso eifrig genutzt wird, wie die Kicker vor der Tür.

Flachau, Wagrain und St. Johann sind jede für sich mit der Skitradition eng verbundene Orte, die heute zum Snow Space Salzburg zählen. Wir setzen die begonnene Schaukelei gleich mit der ersten Attraktion, der Hermann Maier Weltcupstrecke fort. Sie ist regelmäßig Schauplatz des Damen-Nachtslaloms. Weiter geht es am Hausberg von Hermann Maier, dem Grießenkareck. Der ideale Skiberg ist zwischen Flachau und Wagrain von allen Seiten lückenlos von einem Liftnetz überzogen. Weitläufige, in der Regel optimal beschneite Hänge, die zu langen Carvingschwüngen einladen. Wenn es ein Manko gibt, dann ist es die Ähnlichkeit vieler der blau und rot markierten Abfahrten. Für Steilhangartisten ist die Region wenig fordernd: Selbst die beiden eher kurzen Steilhänge am Sonntagskogel und der Top-Liner-Mulde unterhalb des Saukarkopfs bilden nicht wirklich eine Ausnahme.

Etwas oberhalb von Wagrain, an der Mittelstation der „Roten 8er“ Gondel, findet sich mitten in der großen, eine kleine Skischaukel. Wagrainis Winterwelt ist ein Kindertraum mit Übungsliften und Zauberteppichen, die für die ersten Skiversuche perfekt sind. Hier tummeln sich die Zwerge, denen viel mehr als nur erste Skierfahrungen geboten werden: Es sind Tiere zu füttern, im Iglu Schneehöhlen zu entdecken, ebenso wie das „Zwergenhaus“ als frei zugängliche Aufwärmhütte. Skikinderkarussell, Tubingbahn und ein Mini-Snowpark stehen für den Einstieg in coole Zeiten. Um zu sehen, wie diese Basis später im Teenageralter voll zur Entfaltung kommt, bewegen wir uns zur Mittelstation der nun neu errichteten „Flying Mozart“, um mit dem G-Link auf die andere Talseite zu gondeln.

Die Abfahrten unterscheiden sich – abgesehen von der Skimovie-Strecke – nicht wesentlich vom Grießenkareck. Bis man den Sonntagskogel erreicht. Hier wandelt sich die Stimmung: Eine echte Schwarze stürzt neben dem Sessellift hinab. Fährt man oben beim Ausstieg ein Wäldchen weiter nach links, herrscht fröhliches Treiben an der Funslope mit ihren Wellenbahnen, Tunneln und Steilkurven. Hier bewegt man sich im fast waldfreien Gelände, die Pisten werden steiler. St. Johann ist als großes Finale nicht zu unterschätzen, schließlich leistet man sich hier sogar einen Schlepplift mit ausschließlich schweren Abfahrten. Puren Genuss bieten final die breit ausgeschlagenen Abfahrten vom Gernkogel Richtung St. Johann. Zuvor sollte man dort aber auf der neuen Aussichtsplattform das 360° Panorama der umliegenden Bergwelt genossen haben, ehe die letzten vier Abfahrtskilometer zur Buchaubahn häufig beweisen, wozu optimale Beschneiung imstande sein kann.

https://www.salzburgersportwelt.com/

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