Salzburger Sportwelt

Skigebiet
Salzburger Sportwelt
5611
Tschanigraben
Salzburg

47.34892, 13.20419

Sportarten
Freeride
Langlaufen
Nachtski
Rodeln
Schneeschuhwandern
Skating
Skifahren
Snowboarden
Pisten
gesamt 250 km
Leicht 113 km
Mittel 125 km
Schwer 12 km
Pisten von 900 bis 2.188 Meter Seehöhe
Information
Regionalverband Salzburger Sportwelt, 5542 Flachau, Tel.: +43 (0)64 57 / 29 29
Toptipp
Tiefschnee: Zauchensee Gamskogel Ostabfahrt
Lifte
89 Lifte
Stundenkapazität 124.048 Personen
Skigebiete
Salzburger Sportwelt: Flachau, St. Johann-Alpendorf, Wagrain, Zauchensee-Flachauwinkl-Kleinarl, Radstadt/Altenmarkt, Eben, Filzmoos, Goldegg
Tourismusbüro
Regionalverband Salzburger Sportwelt, 5542 Flachau, Tel.: +43 (0)64 57 / 29 29
Auskunftstelefon
Altenmarkt-Zauchensee Tel.: +43 (0)64 52 / 40 00, Wagrain: +43 (0)64 13 / 82 38,
Alpendorf +43 (0)64 12 / 62 60, Flachau: +43 (0)64 57 / 22 21
Besonderheiten
3 außergewöhnliche Funparks: Betterpark St. Johann, Absolut Park Flachauwinkl-Kleinarl, Snowpark Eben. Nachtski Flachau, Filzmoos. Iglu-Bau Wagrain-Kleinarl
Beleuchtete Rodelbahn: Radstadt 6 km, Naturrodelbahn Kleinarler Hütte 6,5 km
Preise
6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 241,- / 181,- / 120,50
Gültig im gesamten Skigebiet Ski amadé
Osterfamilienaktion: Ab 12. März 2016 bis Saisonende - Kinder bis 15 Jahre gratis, wenn mindestens
ein Elternteil einen 6-Tages-Skipass kauft. Familienbonus
Loipen
Gesamt 347,8 km
Classic 181 km
Skating 166,8 km (Großregion Ski amadé)

Salzburger Sportwelt
Öfters mal munter rauf und runter

Überspannt werden hier nur Täler, die Skifahrer sind dadurch im Gegenteil entspannt – oder auch gespannt, was der Tag noch an Pisten bringen könnte. Innerhalb des länderübergreifenden Marketingverbundes Ski amadé verknüpft die Salzburger Sportwelt allein vier Täler. Zurückhaltend gerechnet. Man „quert“ dabei die Tauernautobahn und mehrere Bundesstraßen. Mit dem G-Link über das Kleinarlertal bei Wagrain erhielt eines der Täler vor einigen Jahren real eine Luftbrücke. Bei Wagrain verbindet G-Link nun über das Kleinarlertal hinweg die Mittelstation der „Flying Mozart“ mit der Mittelstation der Grafeneck-Express-Lifte. Pro Stunde können 1.300 Menschen auf halber Höhe innerhalb von sechs Minuten zwischen den beiden Skibergen wechseln. Und noch mehr „Luftverbindungen“ könnten in den nächsten Jahren hinzukommen.

Den Überblick über die gesamte Skiwelt zu wahren, ist schon jetzt nicht einfach. Am leichtesten fassbar ist die Vier-Täler-Schaukel, orientiert man sich an der Ost-West-Achse. Realistisch betrachtet, ist das zwar unnötig, denn gewöhnlich nimmt man an einem Ort Quartier und genießt einfach die Pisten. Die Lieblingspiste vielleicht öfters. Innerhalb eines Tages die komplette Salzburger Sportwelt in eine Richtung zu durchschaukeln ist technisch möglich, artet aber in eklatanten Stress aus. Das ist nicht der Sinn eines derartigen Großverbunds, sondern er besteht darin, im Rahmen eines Urlaubs abwechslungsreich je nach Lust und Laune einzelne Gipfel zu befahren. Doch jeder einzelne Berg, jede einzelne Etappe hat Spezielles zu bieten. Wie eine Spinne im Netz logiert man etwa in Flachau oder Zauchensee. Wobei in Hermann Maiers Heimat Flachau die Kabinenbahn Achter Jet mit den Panoramakabinen nun besonders komfortable Höhenflüge ermöglicht. Damit der Umstieg von der Luxuskarosse auf die Piste nicht zu dramatisch ausfällt, verfügt die Gondel über Lederpolsterung und Sitzheizung. Doch starten wir wie versprochen am östlichsten Punkt. Nicht nur dadurch genießt Filzmoos eine gewisse Sonderposition. Erst von der Bergstation der Papagenobahn auf knapp 1.600 Metern – und damit schon der höchste Punkt des Filzmooser Gebiets – lässt sich die Weite der restlichen Sportwelt erahnen. Etwa für denjenigen, der auf der Höhenloipe seine 12-Kilometer Runde zieht. Insgesamt ist dieses Gebiet beschaulich ruhig, zu Mittag finden alle Familienmitglieder in den Hütten gemütlich zusammen. Wen wundert‘s da noch, dass am besten Platz an der Talstation ein Urlaubsbauernhof wartet, wobei der Landwirt auch gleich für die Skischule verantwortlich zeichnet.

Das Kontrastprogramm dazu bildet Zauchensee: Hochalpin, kantig, turbulent. Hier, auf der anderen Seite des Ennstals, tobt das pralle Pistenleben, während es unten in den durch eine kleine Skischaukel verbundenen Talorten Radstadt und Altenmarkt vergleichsweise kleinstädtisch zugeht. Doch das hochgelegene Zauchensee, in dem 2018 der Damenweltcup Pause macht, wird kontinuierlich skitechnisch aufgerüstet. Zuletzt gönnte Zauchensee zum runden 50er seines Bestehens seinen Gästen ein praktisches Geburtstagsgeschenk: Die legendäre Doppelsesselbahn am Weltcupberg Gamskogel wurde durch eine hochmoderne 6er-Sesselbahn mit Wetterschutzhauben ersetzt. Unverändert sind die hohe Schneesicherheit, denn das höchstgelegene Skigebiet der Region ist als „Schneeloch“ bekannt, was sich speziell Off-Piste optimal nützen lässt. Absolut sportlich geht es auf der Kogelalm zu. In dem professionellen Trainingszentrum stehen drei anspruchsvolle Pisten mit aus fernen Landen entliehenen Namen zur Wahl: Rodeo Drive, Larkpipe und The Wave. Das ideale Terrain für Skiclubs und sportliche Freizeitfahrer, die hier einmal unter rennmäßigen Bedingungen trainieren wollen. Aber schon allein die meist knochenharte Kälberlochpiste hat es in sich. Selbst wenn man sich im Tempo besser nicht an Lindsey Vonn oder der heimischen Andrea Fischbacher orientiert. Vom Gamskogel wählen wir knapp neben der Abfahrt 9 eine perfekte Skiroute, die genug Platz für Experimente lässt, aber auch Tiefschneeneulinge nicht abschüttelt. Sie führt, wie fast alle Touren, wieder direkt ins Hoteldorf. Die einzige Abfahrt, die nicht in Zauchensee endet, setzt die Skischaukel vom Rosskopf nach Flachauwinkl fort. Ein toller Hang! Das Treiben darauf ist von der Tauernautobahn aus immer gut einzusehen. Denn genau dort liegt der stressfreie Einstieg für Tagesskifahrer. Sowohl Richtung Zauchensee, als auch Flachau- Wagrain-Alpendorf. Ins Skigebiet Zauchensee nutzen wir Highlander I und II. Ideal für Urlauber sind die um ein neues Haus von Ex-Weltmeister Michael Walchhofer erweiterten Ski-in-Ski-out-Hotels von Zauchensee, andere bleiben unten in Altenmarkt, der Heimat von Skistar Hannes Reichelt. Dort lockt an Schlechtwettertagen zusätzlich die „Therme Amadé“ mit Loopingrutsche, elf Becken und fünf Themensaunen. Mit der 10er-Kabinenbahn Hochbifang sind gemütlich-familienfreundliche Hänge, ein kleiner Funpark samt Zeitmessstrecke und natürlich die Hütten von Altenmarkt-Radstadt erreichbar. Vom Hochbifang schlängelt sich auch die längste beleuchtete Rodelbahn ins Tal.

Für viele Jahre war der G-Link das Missing-Link einer Region, die einst als 3-Täler-Skischaukel bekannt war. Inzwischen ist sie längst Teil der Salzburger Sportwelt innerhalb von Ski amadé. Trotzdem: Flachau, Wagrain und St. Johann sind jede für sich mit der Skitradition eng verbunden. Seit einigen Jahren überspannt also die Pendelbahn das Tal, verbindet frei schwebend die beiden dicht erschlossenen Gipfel von Grießenkareck und Grafenberg. Doch folgen wir der begonnenen Schaukelei gleich mit der ersten Attraktion, der Hermann Maier Weltcupstrecke. Denn Flachau kommt auch diesen Winter mit dem Damen-Nachtslalom zu medialen Ehren. Besonders weil Hermann Maiers Hausberg Grießenkareck zwischen Flachau und Wagrain von allen Seiten lückenlos von einem Liftnetz bedeckt ist. Weitläufige, meist optimal beschneite Hänge, die zu langen Carvingschwüngen einladen. Wenn es ein Manko gibt, dann ist es die Ähnlichkeit vieler der blau und rot markierten Abfahrten. Für Steilhangartisten ist die Region wenig fordernd: Selbst die beiden eher kurzen Steilhänge am Sonntagskogel und der Top-Liner-Mulde unterhalb des Saukarkopfs bilden nicht wirklich eine Ausnahme.

Etwas oberhalb von Wagrain, an der Mittelstation der „Roten 8er“ Gondel, findet sich mitten in der großen, eine kleine Skischaukel. Wagrainis Winterwelt ist ein Kindertraum mit Übungsliften und Zauberteppichen, die für die ersten Skiversuche perfekt sind. Hier tummeln sich die Zwerge, denen viel mehr als nur erste Skierfahrungen geboten werden: Es sind Tiere zu füttern, im Iglu Schneehöhlen zu entdecken, ebenso wie das „Zwergenhaus“ als frei zugängliche Aufwärmhütte. Skikinderkarussell, Tubingbahn und ein Mini-Snowpark stehen für den Einstieg in coole Zeiten. Um zu sehen, wie diese Basis später im Teenageralter voll zur Entfaltung kommt, bewegen wir uns zur Mittelstation der „Flying Mozart“, um mit dem G-Link auf die andere Talseite zu gondeln. An Freitagen bietet sich am Grafenberg die Chance, sich noch einmal fit für die weiteren Fahrten zu machen. Das Massage Drive-in (10.00 - 16.00 Uhr) ist ein echtes Unikat. Die Abfahrten unterscheiden sich – abgesehen von der Skimovie-Strecke – nicht wesentlich vom Grießenkareck. Bis man den Sonntagskogel erreicht. Hier wandelt sich die Stimmung: Eine echte Schwarze stürzt neben dem Sessellift hinab. Fährt man oben beim Ausstieg ein Wäldchen weiter nach links, herrscht fröhliches Treiben an der Funslope mit ihren Wellenbahnen, Tunneln und Steilkurven. Hier bewegt man sich im fast waldfreien Gelände, die Pisten werden steiler. St. Johann Alpendorf ist als großes Finale nicht zu unterschätzen, schließlich leistet man sich hier sogar einen Schlepplift mit ausschließlich schweren Abfahrten. Puren Genuss bieten final die breit ausgeschlagenen Abfahrten vom Gernkogel Richtung St. Johann. Zuvor sollte man dort aber auf der neuen Aussichtsplattform das 360° Panorama der umliegenden Bergwelt genossen haben, ehe die letzten vier Abfahrtskilometer zur Buchaubahn häufig beweisen, wozu optimale Beschneiung imstande sein kann.

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