An sich ist es schon eine ordentliche Runde, wenn man den Klassiker “Der Weiße Ring” rund um Lech und Zürs absolviert. Doch wenn man im Rahmen des Publikumrennens die rund 22 km lange Strecke, bei der 5.500 Höhenmeter zu absolvieren sind, befährt, ist die Angelegenheit nach einer Stunde erledigt. Und es bleibt noch genügend Zeit zumindest einen Teil des “Run of Fame” unter die Skier zu nehmen, um die enorme Dimension des Skigebiets Arlberg auszukosten.

Das 20-Jahres-Jubiläum von „Der Weiße Ring – Das Rennen“ ging bei strahlendem Sonnenschein und überwiegend sehr guten Pistenverhältnissen über die Bühne. Und bei welch anderem Rennen kann unterwegs so eine wunderbare alpine Kulisse genossen werden! Denn das Rennen inkludiert auch die Liftfahrten – was die Sache konditionell weniger anstrengend macht. Bergab dürfen die Edelamateure auf der gesperrten Piste dann aber “die Sau rauslassen”.
Gefahren wurde – wie bereits im Vorjahr – die bewährte, rund 22 km lange Strecke auf 5.500 Höhenmeter mit Neutralisierung des Madlochs. Die anspruchsvolle Linienführung verlangte den Teilnehmer:innen einmal mehr höchste Konzentration, Ausdauer und souveräne Linienwahl ab und bestätigte den „Weißen Ring – Das Rennen“ als sportliche Ausnahmedisziplin im alpinen Skirennkalender.
Bei den Damen sicherte sich die Schweizerin Nicole Strässle-Frei mit Startnummer 47 und einer Zeit von 53:18,40 Minuten den Sieg. Die Vorjahressiegerin Paulina Wirth zeigte erneut eine starke Performance und belegte den zweiten Platz. Den Herrenbewerb entschied der Vorjahressieger Cornelius Deuring abermals für sich – mit einer Siegerzeit von 52:45,19 Minuten bestätigte der Österreicher eindrucksvoll seine Klasse. Das Jubiläumsrennen 2026 stand einmal mehr für die besondere Mischung aus sportlichem Ehrgeiz, alpiner Herausforderung und gelebter Tradition. Party natürlich immer inklusive.

Nach dem Rennen blieb dem eingeladenen Autor des Ski Guide Austria, Fred Fettner (Laufzeit: 58:39,29), noch ausreichend Zeit, einen Teil des “Run of Fame” zu genießen – nicht nur St. Anton oder die Albona sind hier wunderbare Möglichkeiten. Aus dem diesjährigen Aufenthalt resultiert auch gleich der folgende Tipp für alle Arlberg-Besucher: Am besten im Laufe des Aufenthalts einmal den Auenfeld-Jet nutzen und hinüber nach Warth gondelt. Das ist nicht nur ein landschaftliches Erlebnis, sondern es warten beim Salober gleich mehrere schwarze gekennzeichnete Pisten, die aufgrund ihrer Nordlage oft bis ins Frühjahr traumhafte Schneeverhältnisse aufweisen.
Für alle, die das nächste Mal dabei sein möchten: Am 16. Jänner 2027 geht „Der Weiße Ring – Das Rennen“ erneut über die Bühne. Anmeldemöglichkeiten gibt es meist ab Saisonbeginn auf www.lechzuers.com.