Anlässlich der Paralympischen Winterspiele in Cortina d’Ampezzo luden die Wirtschaftskammer Kärnten und das Land Kärnten zum Kärnten-Abend ins Österreich Haus um den Para-Skistar aus Kärnten, Markus Salcher, der in Cortina sein letztes internationales Rennen bestritt und auf eine außergewöhnliche Karriere zurückblickt, zu würdigen.

Wenn Kärnten bei Paralympischen Spielen vertreten ist, dann steht ein Name besonders im Mittelpunkt: Markus Salcher. Der Para-Skifahrer zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten Athleten Österreichs und ist zugleich ein international sichtbares Aushängeschild für das Sportland und den Wirtschaftsstandort Kärnten. Für den 34-Jährigen sind die Spiele ein besonderer Moment: Der Para-Skifahrer bestritt auf der legendären Tofana sein letztes internationales Rennen und verabschiedet sich damit von seiner aktiven Abfahrtskarriere.

Paralympics: Wirtschaft, Sport und internationale Vernetzung

Anlässlich der Paralympischen Winterspiele in Cortina d’Ampezzo luden WK-Präsident Jürgen Mandl und Sportreferent Landeshauptmann Peter Kaiser zum Kärnten-Abend ins Österreich Haus. Rund 50 Gäste aus Sport, Wirtschaft, Tourismus und Medien waren der Einladung gefolgt, darunter etliche Wirtschaftstreibende aus Kärnten. WK-Präsident Jürgen Mandl betonte die besondere Bedeutung internationaler Großereignisse wie der Paralympischen Spiele, bei denen Sport, Wirtschaft und internationale Öffentlichkeit zusammenkommen. Gerade für Kärnten sei die enge Zusammenarbeit mit den Nachbarländern ein zentraler Erfolgsfaktor. „Wir vergessen oft, dass die Zusammenarbeit mit Italien weit mehr ist als nur Verkehr oder Urlaub. Italien ist seit Jahrzehnten unser zweit- oder drittgrößter Markt. Diese enge Kooperation ist von enormer Bedeutung, ohne sie hätten wir vieles gar nicht aufbauen können. Der gesamte Raum gewinnt durch diese Entwicklungen zunehmend an Bedeutung, und der Austausch wird immer intensiver. Wenn man sich vor Augen hält, dass rund 85 Prozent des Kärntner BIP außerhalb Kärntens erwirtschaftet werden, wird deutlich, wie essenziell es ist, über die Grenzen hinaus präsent zu sein. Genau deshalb war es uns auch wichtig, bei den Paralympics dabei zu sein. Wir zeigen hier, welche Bedeutung die Wirtschaft hat. Für uns Unternehmer:innen ist das heute ein ganz besonderer Abend.“ 

Auch Landeshauptmann Peter Kaiser betonte die Bedeutung Kärntens als international vernetzter Wirtschaftsraum: „Als Teil der Alpen-Adria-Region sieht sich Kärnten als Brückenbauer zwischen dem Norden und dem Süden. Kärnten versteht sich als Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum der Chancen, in dem Inklusion, Fairness und Spitzenleistung in vielen Lebensbereichen aktiv gelebt wird.“

Wirtschaft steht hinter dem Para-Sport

Markus Salcher zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten Athleten im internationalen Para-Skisport. Mit Medaillen bei Weltmeisterschaften und Paralympischen Spielen sowie seinem Engagement als Athletensprecher, Vorsitzender des Sportler:innen-Beirats im Österreichischen Paralympischen Committee und Mitglied im Board des European Paralympic Committee prägt er den internationalen Para-Sport auch abseits der Piste.

Dass solche sportlichen Höchstleistungen möglich sind, liegt auch an der Unterstützung aus der Wirtschaft. Seit acht Jahren engagiert sich Christoph Kulterer, Vorstandsvorsitzender der Hasslacher Gruppe, als Kopfsponsor und verlässlicher Partner des Kärntner Para-Skisports. „Nachhaltigkeit ist in turbulenten Zeiten mehr als nur ein Schlagwort – sie ist essenziell. Ein Sportler hat nicht einfach nur einen guten Tag, sondern arbeitet jahrelang auf diesen Moment hin. In der Wirtschaft ist es ähnlich. Genau das verbindet uns, und deshalb hat unsere Zusammenarbeit auch so gut funktioniert“, so Kulterer. „Wir haben Markus sehr viel zu verdanken. Wir haben hier wunderschöne Tage erlebt und mit ihm mitgefiebert. Seine Hartnäckigkeit ist etwas, von dem wir uns alle eine Scheibe abschneiden können. Das ist auch für uns unglaublich motivierend – und genau deshalb funktioniert diese Partnerschaft so gut.“

Auch Mandl unterstreicht die Bedeutung dieses Engagements: „Dieses Engagement steht beispielhaft für die enge Verbindung zwischen Wirtschaft und Spitzensport in Kärnten. Unternehmen leisten damit nicht nur einen Beitrag zum sportlichen Erfolg, sondern setzen auch ein starkes Zeichen für gesellschaftliche Verantwortung und Inklusion.“

Ehrenurkunde für Markus Salcher

Der Höhepunkt des offiziellen Programms war die Überreichung einer Ehrenurkunde des Landes Kärnten an Markus Salcher. Landeshauptmann Peter Kaiser dazu: „Markus, du hast eigentlich schon alle Auszeichnungen erhalten, die es gibt. Aber wir haben einstimmig beschlossen, dir diese Ehrenurkunde zu verleihen.“ 

WK Präsident Mandl würdigte den Para-Skifahrer als herausragenden Botschafter des Landes. „Markus Salcher steht für Werte, die auch unsere Wirtschaft auszeichnen: Leistungsbereitschaft, Durchhaltevermögen und den Mut, Herausforderungen anzunehmen. Seine internationale Präsenz im Sport hat Kärnten weit über den Sport hinaus präsentiert und das Bild unseres Bundeslandes als leistungsstarken Wirtschafts- und Lebensstandort gestärkt. Dafür danken wir dir recht herzlich und wünschen dir für deine weitere berufliche Zukunft alles Gute.“