Das Bundesland Salzburg fährt mit allen Kalibern auf, damit der Winter bis zum Schluss ein Hit bleibt. Wenn in großen Teilen Europas und selbst vielen Tälern schon die ersten Frühlingsanzeichen nach draußen locken, herrscht auf den Pisten des SalzburgerLandes noch Winterbetrieb. Mit der neuen Kampagne „Winter Chillout“ soll auch bei jenen, für die der Schnee schon fern scheint, die Lust auf Wintersport verlängert und damit eine höhere Auslastung gegen Saisonende garantiert werden.

Zahlreiche attraktive Angebote und Veranstaltungen zum Winter Chillout bringen Pep in den Spätwinter – wie zum Beispiel vom 9. bis 28. März beim March Glow3 am Hochkönig mit viel Musik, geführten Sundowner-Skitouren, Kino und Fackelwanderungen. Oder vom 13. bis 15. und 20. bis 22. März das Retro Festival in Gastein mit DJs und Open-Air-Konzerten, vom 21. bis 28. März die Lady Skiwoche im Großarltal oder der SHESKIS Damenskitag am 11. April in Obertauern mit einem ABBA-Symphonic-Tribute.

Saalfelden Leogang hat ein „KIDS ON SKI“-Paket geschnürt, das Raurisertal lädt zum Winterfinish für Familien, Gastein setzt auf die Kombination von Aktivität auf der Piste und Entspannung in der Therme, die Ferienregion Nationalpark bietet zum Saisonabschluss ebenfalls ein tolles Package. Diese und zahlreiche weitere attraktive Angebote, Veranstaltungen und Tipps für den Sonnenskilauf-Urlaub im SalzburgerLand finden sich auf www.winterchillout.com.

Passend zur Kampagne wurden auch Angebote mit Skischulen und Skiverleih geschnürt: So gibt es einen Winter Chillout Ski- & Board-Deal, bei dem die Gäste ihre Ausrüstung drei Tage leihen, aber nur zwei Tage zahlen bzw. vier Tage leihen, aber nur drei Tage zahlen. Das Skischul-Special für den Spätwinter steht unter dem Motto Winter Chillout Privat-Skischul-Deal und bietet in der Zeit zwischen 13:00 und 15:00 Uhr zwei Stunden privaten Skiunterricht zum Preis einer Stunde. Beide Angebote sind in der Zeit zwischen 8. März und 12. April 2026 gültig.

Die Kampagne hat ihre konkrete Ursache, wie der Geschäftsführer des Salzburgerland.Tourismus (SLT) Leo Bauernberger bestätigt: Vergleicht man statistisch mit 2017, waren in den für den Wintersport relevanten südlichen Bezirken des Landes 2025 die Ankünfte in den Monaten März/April um 10 %, die Übernachtungen sogar um 17 % rückläufig. Unabhängig davon, in welchem der Monate Ostern fiel. „Wir müssen das ernst nehmen, denn vom Angebot her gibt es exzellente Argumente für Winterurlaub zu dieser Zeit“, bestätigt Bauernberger. Fast alle Regionen – außer Zell am See – sind bei der Kampagne mit dabei, der Tourismus-Förderungsfonds des Landes unterstützt ebenfalls den Spätwinter. Insgesamt steht knapp eine Million Euro für die werbliche und PR-Präsenz „auf allen Kanälen“ zur Verfügung.

Die Initiative Winter-Chillout kommt nicht aus der Not heraus. Denn auch im Land Salzburg ist der Winter bisher auf Rekordkurs. Allein der Dezember verbuchte im Jahresvergleich ein Nächtigungsplus von 12,8 %, was auch der günstigen Lage der Weihnachtsfeiertage geschuldet war. „Das Angebot ist bis Ostern oder sogar darüber hinaus abgesichert. 90 Prozent der relevanten Hotels werden bis dahin geöffnet sein“, garantiert Bauernberger. Denn häufig sperren – auch in anderen alpinen Regionen – Betriebe aus Kostengründen, obwohl die Schneelage noch bestens wäre. Dem hält Ex-Abfahrtsweltmeister Michael Walchhofer, Multi-Hotelier und Tourismusobmann in Zauchensee, entgegen: „Jede Woche mehr im Frühjahr hilft, um qualifiziertere Mitarbeiter zu halten.“ Auch auf der Angebotsseite wird durchaus mit Qualität argumentiert. Denn der Wintersport zeige sich im Frühjahr von seiner entspannendsten Seite: Werden die Tage länger, werde die Hektik geringer. Es herrscht weniger Gedränge auf der Piste, nur manchmal auf der Sonnenterrasse. Schneemangel ist ebenfalls meist kein Thema, denn gerade in Höhenlagen um die 2000 Meter erreicht die Schneedecke erst Mitte März ihren Höchststand. Hinzu kommt die beliebte Kombination um diese Zeit Winter- und Sommeraktivitäten zu kombinieren.

Nicht nur Bauernberger, auch Olympiasieger Felix Gottwald rühmen die Variante, vormittags die Pisten – oder auch hoch gelegene Loipen – zu genießen und am Nachmittag im Tal noch eine Runde Golf anzuhängen. Wobei Autor Gottwald („Keine Zeit für heute“) noch zwei launige Anmerkungen parat hat: „Ich verstehe die Leute nicht, die um diese Zeit an einen Strand flüchten, der eigentlich noch nichts zu bieten hat. Der Winter ist erst aus, wenn der Schnee weg ist.“