Zell am See - Kaprun

Zell am See - Kaprun
5700
Zell am See
Salzburg

47.32352, 12.79685

Pisten
Pisten von 760 bis 3.029 Meter Seehöhe
Gesamt 408 km / Leicht 199 km / Mittel 163 km / Schwer 46 km
Die steilste Piste: Trass-Abfahrt Schmittenhöhe 70 % Gefälle, Black Mamba Kitzsteinhorn 63 %
Information
Tiefschnee: 5 Freeride-Routen, 2 ausgewiesene Skitouren-Routen am Kitzsteinhorn: „Schneekönigin“ (474 hm), „Eisbrecher“ (899 hm.) Tourenberg Ronachkopf in Thumersbach (550 hm).
Toptipp
10.12. - 12. 12. und 17.12. - 19. 12 2021: Winteropening Schmittenhöhe
Lifte
Gesamtzahl: 121
Stundenkapazität: 234.494 Personen
Skigebiete
Zell am See Schmittenhöhe, Kaprun Maiskogel-Kitzsteinhorn, (Alpin Card gültig inkl. Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn)
Tourismusbüro
Zell am See - Kaprun, Tel.: +43 (0)65 42 / 770
Auskunftstelefon
Schmitten, Tel.: +43 (0)65 42 / 78 92 11
Gletscherbahnen, Tel.: +43 (0)65 47 / 86 21
Besonderheiten
Night Slope Schmittenhöhe jeden DI/DO/FR von Dezember bis März bis 21:00 Uhr, 5 Snowparks, Eagle Line Funslope, Skimovie Run. Rodelbahn inkl. Rodelbus (dienstags), beleuchtet bis 22:00 Uhr. Maisi Flitzer. Ice Camp. Winterwochenprogramm mit Schaufütterung, Winter-Yoga, Fackelwanderungen, Eisstockschießen, uvm. Kitzsteinhorn Explorer Tour im Winter: Natur- Erkundungstour mit Nationalpark Ranger. Ski’n’Brunch
Preise
Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 60,50 / 45,- / 30,-
6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 302,- / 226,50 / 151,-
(Alpin Card gültig inkl. Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn)
Kleinkinder (bis Jg. 2016) fahren mit der MiniAlpini Karte gratis. Jugend: Jg 2003 - 2005.
09.04. - 18.04.2022: Kinder (bis Jg. 2006) gratis bei gleichzeitigem Kauf eines 4-Tages Skipasses eines Elternteiles. Junior XPLORE CARD: Jeden Samstag zahlen Kinder und Jugendliche bis 19 J. für die Tageskarte nur Euro 13,-.
Loipen
Gesamt 214 km, Classic 107 km, Skating 107 km inkl. Nachtloipe, Gletscherloipe
Skigebiet

Zell am See – Kaprun
Naturnah zwischen Eis und See

Rasch kann sich nach einer Auffahrt in höchste Gefilde die Attraktion der Region erschließen. Wer auf der Gipfelwelt 3000 des Kitzsteinhorns durchatmet, blickt – an nebelfreien Tagen – 2.300 Meter hinunter in das im Hochwinter oft nicht blaue, sondern zumindest teilweise zugefrorene Rund des Zeller Sees und die nebenliegende, am dichten Liftnetz erkennbare Schmittenhöhe. Dazwischen bleibt viel Raum, den unter anderem das Tauern Spa Kaprun, erkennbar am aufsteigenden Wasserdampf, füllt. Wie sich das Kitzsteinhorn selbst präsentiert, lesen Sie im Detail in unserem Kapitel „Gletscher“ nach. Aber wie man besonders attraktiv hinauf kommt sei hier schon mal verraten, denn es wurde knapp vor Corona ein zusätzlicher Weg geschaffen: Die 3K Kaprun-Kitzsteinhorn-Konnection. Mit der neuen Bahn wurden zwar keine neuen Pisten geschaffen, aber Kaprun direkt mit dem Kitzsteinhorn verbunden. Hinzu kommen das Naturerlebnis und neue Perspektiven beim Überschweben eines völlig naturbelassenen Tals in den zwei speziell gestalteten Explorer-Gondeln – und zeitweise auch mit kundiger Führung. Im Winter gibt es zum Finale eines Gletschertags vor allem noch die breite Maiskogel-Abfahrt bis ins Tal.

Der Maiskogel ist ohnehin bei stürmischem Wetter eine oft unterschätzte Alternative zum Kitz. Das kleine Kapruner Skigebiet ist nicht viel mehr als ein breiter, recht ebenmäßiger Hang, der seinen Bestzustand im untersten Abschnitt rechts erreicht, sofern nicht Slalomstangen zum Training rufen. Ohnehin ist es im Hochwinter häufig sinnvoll, eine Etage unter dem Glescher dem Pistenvergnügen zu huldigen. Unten im Tal nimmt sich beim Blick aus der 3000er-Vogelperspektive das mit Kleinstadtleben punktende Zell am See wie ein Puppenstädtchen aus. Zell und sein See, in trauter Eintracht mit dem verglichen zum markanten Kitzsteinhorn sanft und waldreichen Skigebiet der Schmittenhöhe, ist die sanfte Alternative. Wobei zwischen den Skigebieten ohnehin per Skibus gewechselt werden kann und die Liftpässe gelten. Ebenso wie dank der Alpin Card im benachbarten Skiverbund Saalbach.

Ski'n'Brunch nennt sich seit 2021 eine neue Idee für die Gäste der Schmitten. In dieser Variante der „First Line“ ab sieben Uhr sind die Teilnehmer Corona-gerecht in Kleingruppen und sogar mit Skilehrern unterwegs. Tagsüber gibt es dann sogar fünf unterschiedliche Auffahrten auf die liebevoll „Schmitten“ genannte Schmittenhöhe ab Zell am See und Schüttdorf. Diese schmückt sich im Winter 21/22 mit einem komplett neu gestalteten Gipfel-Panoramarestaurant. Mit der 10er-Gondel areitXpress geht es seit drei Wintern deutlich schneller von Schüttdorf aus hinauf. Der Trend zu den „kommunikativeren“ 10er-Gondeln setzt sich auch hier durch. Will unter den Masken kein Gespräch aufkommen, kann das W-Lan genutzt werden. Ist auf der Schmitten die Spitze, die eine Kuppe ist, erreicht, warten die kürzeren Abfahrten auf der „Rückseite“. Sie bieten die beste Chance auf Pulverschnee und kleine Tiefschnee-Varianten abseits der Piste. Vor allem zwischen Ketting- und Kapellenbahn sollte man auch Richtung Frühjahr hin noch fündig werden.

Das Glemmtal ruft. Seit einigen Wintern erfreut bereits die zusätzliche Abfahrt bis zur halben Höhe ins Glemmtal. 2019 wurde nun auch die untere Sektion I nach Viehofen Realität. Der Bau des zellamseeXpress schafft so die attraktive Verbindung von der Schmittenhöhe in den Skicircus Saalbach. Die Talstation in Viehhofen mit großzügigen Parkplätzen erfreuen von Norden anreisende Tagesgäste. Mit dem neuen Abschnitt kommen 25 Kabinen hinzu, welche mit Sitzheizung und W-Lan ausgestattet sind. Und einige wurden wieder als Schmitten-Jukeboxx-Gondeln ausgestattet. Da geht’s mit dem via Smartphone programmierbaren, satten Sound der Discogondel beschwingt hinauf. Andere Töne dringen aus der Hütte: „Es wird zu wenig gesungen, auf die innere Stimme gehört. Jodeln, ein Lockruf mit abschließendem Juchezer als emotionaler Seelenaufschrei.“ So beschreibt es Tom (37) der als Jodellehrer zur Jodelschule ruft. Danach geht’s, entsprechende Enthaltsamkeit beim Ölen der Stimme vorausgesetzt, noch zur abschließenden Abfahrt. Die direkte TrassXpress (14) ist mit bis zu 70 Prozent Gefälle das Härteste, was die Schmitten zu bieten hat. Vielleicht bevorzugen gerade deshalb bessere Skifahrer den TrasseXpress sogar zum Start auf die Schmittenhöhe. Die Abfahrt bleibt knackig, denn sonnig wird es hier unten im Winter nur stundenweise. Nach so einem Jodelintermezzo ist es ohnehin sinnvoll, sich einmal ausführlicher dem Städtchen Zell am See zu widmen. Hier kann man viel traditionelles Handwerk kennenlernen – und zum Shoppen nutzen. Ein gutes Beispiel ist Tobias Zant, bei dem man sich einem Fußball gleich ganz in Leder hüllen kann. Übrigens: Die lange Hirsch-Lederhose kommt auf über 1.000 Euro – und erfordert bis zur Fertigstellung eineinhalb Jahre Geduld. Natürlich findet man Hirsch auch kulinarisch – oder als erholsame Pistenalternative. Dafür bietet sich für einen Tag optimal Thumersbach am gegenüberliegenden Seeufer an. Dort kann man selbst „raufhirschen“. Denn am ehemaligen Skiberg Ronachkopf wird eine Piste extra für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer mit eindrucksvollen Ausblicken auf den Zeller See und die Hohen Tauern hergerichtet. Die Strecke ist rund 2,5 km lang und überwindet bis zur Enzianhütte 500 Höhenmeter. Und verbindet die Tour vielleicht gleich mit einem Stopp bei der großen Wildfütterung (bis zu 200 Tiere!). Natur und Umwelt werden in der Region auch sonst großgeschrieben. Nicht nur beim ökologischen Pistenelement auf der Schmitten oder dem ersten E-Skibus in Kaprun.

https://www.zellamsee-kaprun.com/de