Tolle Hotels gibt es in Österreichs Wintersportorten zweifellos viele – solche mit einem außergewöhnlichen Konzept sind dagegen rar. Und noch seltener sind jene, in denen Frauen die Alleinstellungsmerkmaler ihrer Betriebe maßgeblich mitbestimmen und dafür sorgen, dass sich die Gäste wohl fühlen.

Ein grüner Lifestyle und ein außergewöhnliches Wintererlebnis auf eine sympathische, unaufdringliche Weise ist das, was das Biohotel Rupertus in Leogang ausmacht. Wintersport-Fans können sich nicht nur auf die außergewöhnliche Kulinarik des Hauses, die Ski-in-Ski-out-Möglichkeit, oder einen besonderen Wellnesstrakt freuen. Es ist das einzige Hotel im bekannten Wintersportort Leogang, das zu 100 Prozent Bio, Nachhaltigkeit und Regionalität in die Tat umsetzt – und somit den Winterurlaub wirklich grün macht: Das Rupertus in Leogan wurde schon mehrfach für sein Green-Konzept ausgezeichnet.

„Bio gibt es bei uns aus Überzeugung – und das schon seit 1977, als das Hotel von meinem Vater eröffnet wurde. Eine gute Küche war uns immer wichtig und es ist schön zu wissen, dass unsere eigenständige Linie auch von unseren Gästen geschätzt wird“, sagt Nadja Blumenkamp, die als Gastgeberin und Mitglied der Eigentümerfamilie eine wichtige Rolle im Rupertus spielt. „Nachhaltigkeit und Regionalität gehen bei uns aber weit über die Küche hinaus und beginnt bereits bei Baubiologie, Energie oder der Anreise.“

Der grüne Lifestyle ist nicht nur gut für das Gewissen gegenüber der Umwelt, er gibt auch die Sicherheit, im Urlaub hochwertiges 100 Prozent biologisch und regionales Bio-Essen genießen zu können. Zudem steht täglich auch ein veganes Menü auf der Karte – ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal in der heimischen Ferienhotellerie. Blumenkamp: „Wer Fleisch liebt, bekommt bestes Bio-Fleisch von regionalen Landwirten und wer vegan lebt oder sich einfach mal inspirieren lassen will mit einem Gang oder einem ganzen Menü, kann die phantasievollen Kreationen unseres Küchenteams genießen“. Und die sind sogar mit zwei Gault Millau-Hauben dekoriert.

Die Kunst, die das familiengeführte Biohotel Rupertus beherrscht, kombiniert die selbstverständliche aber nie zur Schau gestellte grüne Lebenseinstellung mit einem Gespür fürs „Dolce Vita“ in den Bergen. Das ergibt eine Leichtigkeit, die das Haus zu einem Wohlfühl-Ort macht. Auch nicht unwesentlich: Vom Rupertus aus kann man direkt vom Hotel auf die Piste gleiten und seine Spuren auf frisch präparierten Abfahrten hinterlassen – Ski-in-Ski-out wie man es sich wünscht.

Ein idyllischer, autofreier Weiler wiederum ist das Naturdorf Oberkühnreit, ein Stückchen oberhalb des Ortes Neukirchen knapp an der Skiabfahrt vom Wildkogel ins Tal und an der Kühnreit-Rodelbahn. Zehn 55 bis 120 m2 große Holzhäuschen mit 16 Wohneinheiten – zwei davon mit eigener Sauna – stehen locker verstreut am Sonnenhang mit Blickrichtung Nationalpark Hohe Tauern. Platz gibt es in den Unterkünften für bis zu acht Personen, inklusive Kinder und Hund. Wer die gute Luft, den Wintersport inmitten der Berge und die Individualität eines eigenen Holzhäuschens schätzt, ist hier richtig.

Bereits vier Mal hat das Naturdorf Oberkühnreit den Top-Of-The-Mountains-Award als „bestes Almdorf“ abgeräumt, auf booking.com hat es „hervorragende“ 9,2 Punkte. „Die Anlage gibt es schon seit 20 Jahren, sie wurde von meinem Vater erbaut und hat eine ganz eigene Philosophie“, erzählt Anika Ensmann-Heim, die das Naturdorf seit 10 Jahren leitet. „Wir sind sehr naturverbunden und die Gäste sollen sich hier zu Hause fühlen. Wenn sie mich wollen bin ich da, wenn nicht, haben sie ihre Ruhe.“

Regionalität und Bodenständigkeit wird im Naturdorf Oberkühnreit groß geschrieben: Anika stellt vieles selbst her – von Marmeladen bis zu Kuchen – und hat auch eine Selbstversorgerpädagoginnenausbildung gemacht. Ihre Mutter produziert Obst, Gemüse und brennt Schnaps. Rezeptionistin Margret ist Kräuterpädagogin; es gibt eigene Säfte. „Das Naturdorf ist der Platz für deine Träume, das steht bei uns überall geschrieben – hier kann jeder seinen Traum leben – von der Auszeit, Familientreffen oder was auch immer – und wir selbst auch“, so Anika.

Im Naturdorf Oberkühnreit hat das Auto Pause; stattdessen gibt es winterfrische Natur, glitzernden Schnee und Freude an der Bewegung. Etwa beim Rodeln vom Naturdorf hinunter nach Neukirchen. Die 1,5 Kilometer lange Rodelbahn ist bis 20:00 Uhr beleuchtet und für Familien geeignet. Oder beim Skifahren am Wildkogel, einem perfekten Familienskigebiet mit drei Viertel blauen oder roten Pisten, Fun-Strecken und Skiline-Angeboten. Die Talabfahrt führt fast unmittelbar am Naturdorf Oberkühnreit vorbei, womit jeder Skitag quasi vor der Hüttentüre startet und endet.

Ein spannendes Hideaway ist das Hotel Hinteregger in Matrei – ein Highlight für Architekturliebhaber, Individualisten und kulinarische Genießer. Und es ist ein idealer Ausgangspunkt für das winterliche Vergnügen in den Osttiroler Bergen – vom Skigebiet Matrei-Kals, über Langlaufen oder Schneeschuhwandern bis zum nahe gelegenen Eiskletter-Park. Das Hotel Hinteregger ist eine Oase der Wärme, Ruhe und Entspannung – ein Refugium für Bergliebhaber, die das Besondere suchen. Der Wellnessbereich vereint Naturmaterialien wie Stein, Lehm, Holz und Wasser zu einem harmonischen Ganzen. Das ehrlich gute Essen – typische Tiroler Gerichte – kommt aus der eigenen Bio-Landwirtschaft. Im Hotel Hinteregger verschmelzen Tradition und Moderne auf inspirierende Weise: „Wir bewahren die Tradition des Alten im Zusammenspiel mit Innovation, moderner Architektur und Design“, beschreibt Katharina Hradecky, die Chefin des Hauses treffend ihre Philosophie. Auf Genießer wartet Après-Ski der entspannten Art: In Sauna und Ruheraum den Tag Revue passieren lassen; am knisternden Kaminfeuer genießen, an einer Weinverkostung teilnehmen oder bei einer Massage entspannen. Das im Ortszentrum gelegene Hotel Hinteregger ist ein höchst erfreuliches Refugium mitten in den Bergen, ohne ländlich zu wirken.