Von der richtigen Wachs-Wahl bis zum perfekten Finish: Wir zeigen, wie optimale Skipräparierung für maximalen Speed und bessere Performance sorgt.

SCHRITT 1+2: Als erster Schritt gilt: zum Saisonbeginn den Ski unbedingt von altem Wachs befreien. Dies gelingt am besten, indem man das Wachs mit der Kunststoffklinge in geraden, gleichmäßigen Zügen abzieht. Beim zweiten Schritt 2geht es darum, Verhärtungen in der Kante mit einem Kantenbearbeitungsgerät beziehungsweise mit einem Aluoxidstein zu entfernen. Ebenso kann mit dem Aluoxidstein eventueller Rost von der Skikante geschliffen werden.
SCHRITT 3: Beim Schleifen der Kanten kann der Gratwinkel je nach Lieblingspiste und Fahrkönnen variieren. Im Allgemeinen wird ein Winkel zwischen 88 und 87 Grad eingestellt. Als Faustregel gilt: Je deutlicher die Abweichung vom rechten Winkel, desto bissiger der Ski (oder das Board). Aber dafür muss auch rascher nachgeschliffen werden.
SCHRITT 4: Mit einem Schleifgummi die extrem scharfe Kante im vorderen und im hinteren Bereich leicht entschärfen. So wird ein Verschneiden der Ski beim Fahren vermieden.
SCHRITT 5: Vor dem Wachsen muss der Skibelag mit einer Bürste gereinigt werden. Alternativ – oder noch besser ergänzend – können hier auch spezielle Reinigungsprodukte zur Belagsreinigung verwendet werden, die das Altwachs aufnehmen.
SCHRITT 6: Jetzt geht es ans eigentliche Wachseln. Die Wachse sind unterschiedlich, viele sind inzwischen biologisch abbaubar. Damit das Wachseln wirklich sinnvoll ist und die Geschwindigkeit nachher auch passt, muss beim Auftragen auf eine ausreichende Wachsschicht geachtet werden. Nur so wird das Verbrennen des Belages beim Einbügeln verhindert.
SCHRITT 7: Das Wachseisen auf die richtige (!) Temperatur für den jeweiligen Wachstypus erhitzen und dann in langsamer Geschwindigkeit stetig über den Belag ziehen. Nicht von oben drücken. Die ideale Gleitrichtung ist von vorne nach hinten. Schwebt das Eisen förmlich über den Belag, dann sind Temperatur und Wachsschicht ausreichend. Härteres Wachs – in der Regel für kälteren Schnee – erfordert eine höhere Temperatur des Eisens.
SCHRITT 8: Nach Erkalten des Wachses mit einer Plexiglasklinge abziehen. Wachs befindet sich nie an der Oberfläche des Skis, sondern immer im Inneren des Skibelages. Zwar gibt es auch Metallklingen für den „Amateur“, die Kunststoffklingen sind aber risikoärmer – und sicher kein Fehler. Nicht übersehen sollte man, dass auch die Seitenwangen von Wachstropfen befreit werden müssen.
SCHRITT 9: Im letzten Arbeitsschritt wird der Belag ausgebürstet. Durch gleichmäßige Züge parallel zur Fahrtrichtung wird mit einer Kupferbürste die Belagstruktur freigelegt. Selbstverständlich gibt es auch andere Bürsten, etwa aus Stahl, die jedoch meist mehr Erfahrung verlangen. Nylonbürsten dienen zum Polieren der Laufflächen. Für einen besonders schnellen Ski kann der Belag noch mit Chemie zu mehr Speed poliert werden. Achtung: Fluorhaltige Mittel sind aber seit zwei Jahren aus Umweltgründen verboten.