Ski Arlberg - Lech, Zürs, Stuben, St. Christoph, St. Anton

Ski Arlberg - Lech, Zürs, Stuben, St. Christoph, St. Anton
6580
Arlberg

47.1270438267, 10.215885936618

Pisten
Pisten von 1.300 bis 2.800 Meter Seehöhe
Gesamt 305 km, davon Leicht 130 km / Mittel 122 km / Schwer 51 km
Die steilste Piste: Langer Zug 80 % Gefälle vom Rüfikopf nach Lech (4,7 km!)
Information
Tiefschnee: 200 km Tiefschneeabfahrten. Einziges Heli Skiing-Angebot Österreichs (Lech). Mehlsack oder Schneetäli-Orgelscharte. Topp ab St. Anton: Valluga ins Paziel, Maroi.
Toptipp
28.11. - 01.12.2019: STANTON Ski Open mit dem innovativen Riesentorlauf „Catch me if you can – die Nacht der langen Schwünge“ und Sarah Connor/Nico Santos auf der Bühne
18.01.2020: Der Weiße Ring – Das Rennen, Lech
29.03. - 13.04.2020: Tanzcafe Arlberg, Lech
18.04.2020: Longboard Classics, Stuben
25.04.2020: Der weisse Rausch, St. Anton
Lifte
Gesamtzahl: 88
Stundenkapazität: 144.071 Personen
Skigebiete
Lech, Zürs, Oberlech, St. Anton, St. Christoph, Stuben (ohne Warth/Schröcken). Sonnenkopf-Klösterle und das Lechtal sind Mitglieder im Tarifverbund Ski Arlberg
Tourismusbüro
6764 Lech, Tel.: +43(0)55 83 / 2161-0
6580 St. Anton am Arlberg, Tel.: +43 (0) 54 46 / 22 690
6762 Stuben, Tel.: +43 (0)55 82 / 399
Auskunftstelefon
Ski Arlberg, Lech Zürs, Tel.: +43 (0)55 83 / 28 24-0
Ski Arlberg, St. Anton – St. Christoph, Tel.: +43 (0)54 46 / 23 52
Besonderheiten
2 Funparks, Zipfelbob und Rodelbahn Oberlech (1,2 km mit Beleuchtung bis 22 Uhr), Beleuchtete Naturrodelbahn in St. Anton am Arlberg (500 hm), Natureislaufplatz Zürs. St. Anton: Arlberg WellCom, arl.rock & arl.park: Sportzentrum für Klettern, Eisklettern, Tennis, Kegeln und Trampolin. Winterklettersteig am Rendl. Arlberg Skimuseum & Restaurant
Preise
Tageskarte (HS/Erw/J/Kd) Euro 56,- / 51,- / 34,-
6-Tage-Pass (HS/Erw/J/Kd) Euro 300,- / 259,- / 180,-
Ermäßigungen: Schneemannkarte für Kleinkinder ab dem Jg. 2012 kostet Euro 10,- Kinder Jg. 2004 - 2011, Jugend Jg. 2000 - 2003, Senioren (Jg. 1955 und älter). Senior-Aktiv Jahrgang 1945 und älter erhalten die Saisonkarte um Euro 147,-
Loipen
Gesamt 84 km, Classic 23 km, Skating 61 km
Skigebiet

Ski Arlberg
Auch diesen Winter das umfangreichste Pistenrund

Das Ende einer Legende ist in diesem Fall ein fantastischer Neubeginn. Am letzten Tag des Vorwinters gab einer lautstark die Devise aus: „Einmal noch mit dem Sessellift auf's Schindlergrat.“ Über 40 Jahre hatte der 3er-Sessellift Wind und Wetter getrotzt – ebenso wie die an ihm baumelnden Passagiere. Ab diesem Winter regiert Komfort. Die neue 10er-Gondelbahn geht höher hinauf, die neue Mittelstation bietet dabei speziell Variantenfahrern beste Möglichkeiten.

Es ist die erste Großinvestition, seit vor zwei Wintern zusammengefügt wurde, was längst zusammen gehörte: Der lifttechnische Zusammenschluss zwischen den Megaskigebieten von Lech-Zürs mit St.Anton am Arlberg. Ein Quantensprung im Denken und ein Megaprojekt in der Umsetzung. Denn in vielen Köpfen war der anlässlich der Errichtung des Eisenbahntunnels unter dem Pass geprägte Spruch präsent: „Was Gott getrennt hat, soll der Mensch nicht zusammenführen“. Doch genug der Theorie, auf in die skifahrerisch-praktische Erprobung des Spektakels. Als „Run of Fame“ lässt sich die Region nun ohne Wiederholungen in 65 Kilometer Skiabfahrten umrunden. Dabei stehen 18.000 Höhenmeter an Auffahrten am Programm. Eine in einem Tag wohl nur theoretisch zu bewältigende Runde, die den „Weißen Ring“ von Lech-Zürs in den Schatten stellt.

Stuben, ein Dorf das lange Jahre ein Mauerblümchendasein geführt, vielleicht aber sogar genossen hat, rückt nun mit einem Schlag in den Mittelpunkt des Netzes. Hier stand einst die Wiege der Wiegen des Skilaufs, also namentlich von Hannes Schneider. Wir rücken hier dem Ursprung des jungen Zusammenschlusses näher, der architektonisch markanten Talstation. Der Flexenbahn. Sie ersetzt nach Berechnungen 120 Busfahrten, die täglich zwischen Alpe Rauz und Zürs, Skifahrer von einem ins andere Skigebiet brachten. Die Einseil-Umlaufbahn braucht gerade mal sechs Minuten. Dabei legt die Flexenbahn, die hoch über der Flexenpassstraße verläuft, eine Strecke von fast 1,8 Kilometern zurück, dann ist man an der zentralen Mittelstation der Trittkopfbahn, die in in zwei Etappen nach oben strebt.

Gelandet im weißen Ring bewegen wir uns auf gewohntem Terrain. Zuerst noch die neue obere Sektion in Angriff nehmen, doch dann queren wir auf Skiern über die Flexenstraße, um Richtung Madloch zu entschweben. Wer sich zuvor am frischen Lift zum Muggengrat erwärmen will, kann anschließend noch über das malerische Zürser Täli eine Extratour genießen. Vom Madloch weg ist’s meist schattig und hart, Off-Piste ist der oft brutale Einstieg ins Stierloch eine Alternative. Über Zug ist dann das Lecher Skigebiet erreicht – und mit der Balmalp eine der vielen unwiderstehlichen Hütten.

Zwischen Lech und Warth hat die strategische Ausdehnung des Arlberg-Skizusammenschlusses vor wenigen Jahren mit dem Auenfeldjet als Verbindung mit den Bregenzerwaldgemeinden begonnen. Aus der Perspektive des dieses Jahr mit einem neuen Zentrum aufwartenden Bregenzerwald-Dorfes Warth, öffnet sich mit einem Schlag die unendliche Pistenwelt des Arlbergs. In die Gegenrichtung hat Lech einige eher nördlich ausgerichtete Hänge gewonnen, die auch in schwächeren Wintern optimale Pistenverhältnisse garantieren. Und natürlich abseits neue Varianten. Deren Zahl ist zwar in Lech längst legendär, doch ebenso die Geschwindigkeit, in der deren Jungfräulichkeit zerstört wird. Bei Warth (Skigebiet Saloberkopf) haben auch Spätaufsteher noch Chancen. Komplett neue Pisten wurden hier nicht erschlossen, doch werden zusehends Tiefschneeabfahrten vom Rotschrofen, die über die Bergeralpe hinausgehen, beliebt. Generell können je nach Tages- und Jahreszeit zusätzliche Sonnen- bzw. Pulverschneehänge erobert werden. Problematisch ist es für jene, die abends den „Rücktransfer“ verpassen. Denn die Straßenverbindung zwischen Lech und Warth ist im Winter gesperrt.
Zürs und vor allem Lech repräsentieren die gehobene Seite des Arlbergs. Die Society wandelt allabendlich an der Lechpromenade entlang, doch man soll sich nicht täuschen: Bei der überwiegenden Mehrheit steht tagsüber in der „xsiberger“ Luxusregion der Wintersport im Mittelpunkt. Da ist es hilfreich, dass in Lech der umtriebigste aller Schneemacher regiert, der „seinen“ Schlegelkopf schon im Frühwinter in dichtes Weiß hüllt. Spätestens im Dezember besorgt gewöhnlich Frau Holle gleiches für die gesamte Arlberglandschaft.

In idealen Skifahrergefilden bewegt man sich etwa bei der Variante Kriegerhorn Ost, einer der besten Hänge, welche die an Steilhängen reiche Region zu bieten hat. Bei der Auffahrt mit dem Sessellift lässt sich wunderbar abschätzen, welche der Abfahrten in Bestzustand ist, vor allem ob man vielleicht sogar in den Südhang einfahren kann. Den Osthang nach Schneefällen ohne Spuren vorzufinden, bleibt Frühestaufstehern vorbehalten. Wer absolutes Powderfeeling mit Garantie anstrebt, für den steigen von Lech Helis zum Mehlsack auf. Neben dick gepolsterter Brieftasche muss auch ein Skilehrer an Bord sein. Erforderlich ist der Lufttransport keineswegs. Fährt man den „Weißen Ring“ weiter, fährt man hinauf zum Rüfikopf, dann wird zum Trittkopf geschaukelt und am Ochsenboden lässt sich’s zünftig carven. In diesen Regionen hat der Mensch mit einem Schlag nun die Qual der Wahl: Bewegt man sich wieder nach Zürs – oder gondelt man mit der neuen Bahn nach Stuben, um die zweite Schleife des „Run of Fame“ in Angriff zu nehmen. Die Albona ist berühmt für ihre schier unendlichen Tiefschneemöglichkeiten. Man kann sie auch als Verbindung nach St. Anton nutzen, wenn man mit einem erfahrenen Guide die Tourenvariante durch das Maroi wählt.

St. Anton und St. Christoph am Arlberg erreicht man von Stuben aus gewöhnlich über die Albona Mittelstation und Alpe Rauz, in umgekehrter Reihenfolge. Zeit, beim Blick auf St. Christoph einmal Atem zu holen. Das ist auf der Tiroler Seite des Arlbergs in vielerlei Hinsicht ein Thema. Oben, am Schindlergrat etwa, wo der Blick in die Weite der Gipfelwelt dazu lädt. Ehe dieser nach unten schweift, wo die als Variante gekennzeichnete Steilrinne einem kurz diesen wieder verschlägt. Atemholen aber auch, wenn es hier um außergewöhnliche Neuerungen geht. Immer wieder werden in St. Anton auch Innovationen außerhalb des reinen Wintersports entwickelt. Etwa den Arlberg.rock, ein Stein- und Eiskletterturm. Zu den besonderen Attraktionen zählt auch der Winterklettersteig am Rendl. Dieses mit dem restlichen Angebot bestens vernetzte, sonnige Gebiet wird mehr und mehr zum Geheimtipp. Noch herrschen Überkapazitäten, die Raum für weite Schwünge garantieren, bis eine Skischaukel nach Kappl im Paznauntal den Zusammenschluss in die nächste Dimension katapultieren könnte. Doch wollen wir nicht übertreiben. Noch haben wir in unserer Tour nicht einmal den Endpunkt St. Anton erreicht. Die mit 10,2 km längste Abfahrt führt bei einem Höhenunterschied von 1.350 Meter von der Valluga über die Ulmerhütte bis nach St. Anton. Beim „Weißen Rausch“ zu Saisonschluss kann sie in vollem Tempo und einem Zug, begleitet von 399 Mitstreitern, bewältigt werden.

Catch me if you can. Neu ist mit Saisonstart das Rennen „Catch me if you can! – die Nacht der langen Schwünge“. Die Premiere im Vorjahr fiel den Pistenverhältnissen zum Opfer, doch diesmal sollte dem Volks-Riesenslalom, bei dem sich 222 Teilnehmer im direkten Zeitvergleich messen können, nichts im Wege stehen. Wie beim Kultrennen „Der Weiße Rausch“ ist die Teilnehmerzahl somit streng limitiert. Ab 17:00 Uhr geht es für die Athleten mit der Galzigbahn in mystischer Atmosphäre nach oben. Gestartet wird im Minutentakt in 2er-Teams direkt aus der Valluga-Talstation heraus. Nach einem kurzen Anstieg, der auf Skiern bewältigt werden muss, duellieren sich die Teilnehmer auf einer 5 km langen Strecke in der Dunkelheit. Um die Orientierung zu bewahren, kommen Stirnlampen zum Einsatz. Der Riesenslalom verläuft zum Teil parallel und führt in mehreren Passagen auf einen Kurs zusammen. Überholt werden darf allerdings überall. Wer nicht nur seinen direkten Kontrahenten schlägt, sondern auch die beste Gesamtzeit erreicht, darf sich als strahlender Sieger der Erstauflage feiern lassen. Zudem wird auch das schnellste und das langsamste Team gekürt. Im Zielbereich werden die Athleten von den Zusehern und mit Sounds vom DJ in Empfang genommen. Im Anschluss findet bis 23:00 Uhr eine Afterparty samt Siegerehrung im ARLBERG-well.com statt. Am Samstagabend sind – mit Extra-Tickets – noch Konzerte von Stargast Sarah Connor und Special Guest Nico Santos zu erleben.

An allen anderen Tagen sollte man die St. Antoner- Pisten nicht im Renntempo bewältigen. Sondern sich besser dem Genuss hingeben. Etwa wenn final beim Promi-Treff Rodelhütte, im Krazy Känguruh oder dem lautstarken Mooserwirt ein Stopp eingelegt wird. Zusätzlich kann im sportlichen St. Anton wie auch in Lech der Urlaub in wachsendem Maße auf höchst luxuriösem Niveau genossen werden. Das gilt für das Skigebiet ebenso, wie kulinarisch oder gastronomisch im Tal.

Als Abschluss eines Tages, der nicht unbedingt nur auf Pisten verbracht wird. 200 Kilometer an Tiefschnee- und Firnabfahrten locken, die am besten mit Hilfe der höchst erfahrenen Skilehrer und Guides zu erkunden sind. Mit den Wintersportprofis das freie Gelände zu erkunden macht aus dem Skitag ein ungetrübtes Vergnügen. Denn sie wissen, ob im Schöngraben um zehn Uhr schon der Firn funktioniert, wann es sich empfiehlt, auf den Rendl zu wechseln – und vor allem, wo man vor Lawinen gefeit ist.

https://www.skiarlberg.at