Die perfekte Verbindung

von Alexandra Otto 14/04/2020
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Die perfekte Verbindung

ÜBER DIE VERBINDUNG zwischen Ski und Schuh machen sich Skifahrer in den seltensten Fällen Gedanken. Die Sicherheitsbindung ist heute in neun von zehn Fällen als Teil des Komplettpaketes bzw. Sets schon beim Kauf als Teil des Skis vorhanden. So sind z.B. von weltweit jährlich 1,2 Mio. verkaufter Tyrolia Bindungen die meisten auf Head, Fischer, Kästle und anderen Ski-Modellen bereits vormontiert. Dieser für den Konsumenten bequeme Automatismus birgt aber auch die Gefahr, dass der Verbindung zwischen „Mensch und Maschine“ zu wenig Aufmerksamkeit zu teil wird.

NUR KEIN BINDUNGSÄNGSTE! Moderne Skibindungen sind – nicht nur im Renn- und Athletenbereich – hochtechnische Tools, die höchst komplexe, vielfältige Anforderungen bedienen. Rund 150 bis knapp 200 Einzelteile spielen in einer Skibindung von Tyrolia zusammen, um Sportler und Sportgerät perfekt aber stabil zu verbinden, egal ob Amateur oder Profi. Wer keine Bindungsängste aufkommen lassen will, für den sind korrekte Wartung und Pflege des Hightech-Produktes Bindung und die richtig abgestimmte Einstellung deshalb essenziell. Die korrekte Bindungseinstellung ist eine „Wissenschaft“. Sie hängt von Faktoren wie Alter, Gewicht, Schuh- und Körpergröße, aber auch Fahrkönnen und persönlicher Risikobereitschaft ab. Wie sich im Rennsport zeigt, kann sich bei Extrembelastungen trotz optimiertem Know-how und dem Einsatz von hochkarätigen Spezialisten manchmal unvermittelt ein Ski lösen. Doch für den skifahrerischen Alltag ist der, aus den erwähnten Parametern errechnete, „Z-Wert“ die Gewähr, dass die Bindung nur dann aufgeht, wenn sie soll.

SKISCHUH- UND SKIBINDUNG KOMPATIBILITÄT
Längst gibt es viele verschiedene Skischuhtypen und Sohlennormen am Markt: Typ A – Erwachsenennorm (ISO 5355), Typ C – Kindernorm (innerhalb ISO 5355), Tourenskischuhe Typ T (ISO 9523) und GripWalk Schuhe innerhalb der ISO 9523 Norm. Da kann man leicht den Überblick verlieren, vor allem wenn es um die Kompatibilität von Skischuh und 
Skibindung geht. Denn nicht jede Bindung passt für jeden Skischuh. Um die Frage der Kompatibilität schnell zu lösen, tragen Tyrolia Bindungen eine entsprechende Bezeichnung, wie „GW“ bei Kompatibilität mit Grip Walk Skischuhen, im Produktnamen. Tyrolia ist offizieller Grip Walk Partner und hat daher seit der Saison 2017/18 seine Attack2 Serie für Erwachsene so aufgerüstet, dass sie neben klassischen Alpinskischuhen auch mit Grip Walk Skischuhen perfekt passt. Ab der Saison 2019/20 ist die gesamte Bindungskollektion (ausgenommen Racing Retail) Grip Walk und teilweise Grip Walk Junior.

BOOMENDER VERLEIH BRINGT ERHÖHTES RISIKO
Immer mehr Winterurlauber, die es nur ein- oder zweimal im Jahr auf die Pisten schaffen oder zwischen unterschiedlichen Skidisziplinen switchen wollen, greifen auf den Skiverleih zurück. Der bietet – im Gegensatz zu meist unausgelastetem, schnell veraltetem Equipment, das auch noch fachgerecht gelagert werden muss – meist neueste Modelle und zahlreiche unterschiedliche Ausrüstungsmöglichkeiten. Grundsätzlich müssen alle im Handel und Verleih verfügbaren Skibindungen strenge Sicherheitsanforderungen erfüllen. Es lohnt aber, nicht nur die eigene Ausrüstung sorgfältig unter die Lupe zu nehmen und fachgerecht überprüfen zu lassen, sondern auch im Verleihgeschäft genau 
darauf zu achten.