AllMountain: Abwechslung tut gut

von Alexandra Otto 16/11/2020
Material
AllMountain: Abwechslung tut gut

ES SIND DIE BELIEBTEN Alleskönner für den rasanten Wechsel von der Piste in den zerfahrenen Tiefschnee, hinüber aufs Eis und vielleicht eine kurze Powder-Sequenz. Sie hatten in diesem Jahr 80 bis 84 Millimeter Skibreite unter der Bindung und waren damit um einen Tick schmäler als in den vergangenen Jahren. Der Spielraum, den sich die Hersteller bei dieser Modellreihe nun geben ist also sehr gering. Die Änderungen sind schon seit Jahren nun im Millimeterbereich. Um ein möglichst einheitliches Bild zu geben, wurden vergleichbare Skimodelle mit Längen von 174 bis 180 cm gefahren. Doch es bestehen bei den Modellen noch immer ausreichend Unterscheidungsmöglichkeiten, etwa bei den Radien. Diese lagen zwischen 15,5 und 17,5 Meter, nur Blizzard brachte mit dem Brahma einen AllMountain-Ski mit 19 Meter Radius an den Start, der fahrtechnisch im Mittelfeld landete, aber durch seinen optischen 
Auftritt zusätzlich begeisterte. 

Wie aus der nachfolgenden Liste zu ersehen, gibt es nicht die eine allgemeingültige Wahrheit. Denn weder die Radien, noch der empfohlene Verkaufspreis geben eine Garantie dafür, ob das Modell top oder flop ist. Wobei alle hier angeführten Beispiele zumindest gute Mittelklasse repräsentieren. 

DIE ALLMOUNTAIN KATEGORIE ist bei den Testern immer sehr beliebt. Die AllMountain Skier sind für mehr als 50 Prozent der Skifahrer bestens geeignet und begeistern sportliche bis hochsportliche Fahrerinnen und Fahrer, welche die Abwechslung lieben. Ob auf der Piste oder abseits, im Tiefschnee oder im Frühlingsfirn, auf Kunstschnee ebenso wie auf frischem Pulverschnee, der perfekte AllMountain sollte keine Schwächen zeigen. Da diese Skier auf dem ganzen Berg, bei allen Schnee- und Pistenbedingungen eingesetzt werden können, sind auch Sportgrößen wie Olympiasieger Franz Klammer und viele andere aktuelle und ehemalige Skirennfahrer sehr gerne mit diesen Alleskönnern unterwegs. Sie vermitteln einen Hauch von Freiheit und Unabhängigkeit. Die Testerinnen und Tester konnten die AllMountain-Modelle allerdings nur auf der abgesperrten Muldenabfahrt in Bad Kleinkirchheim testen. Dabei hätten viele diese gerne für den einen oder anderen Trip abseits der Piste ausgeliehen. Allerdings waren die Tester dieses Jahr ausgesprochen kritisch und vergaben kein einziges Mal die Note „ausgezeichnet“, dafür aber fast durchgängig „sehr gut“. Die AllMountain Ski testeten unter anderem Florian Obergruber, Reinhard Wittreich, Daniel Hochkofler, Jaka Longyka, Patrick Steger und Pavla Apostolaki.